John Sinclair 211
Das Geistergrab (Teil 1)
von Jason Dark
(Helmut Rellergerd)
Nachdem
es unbekannten Agenten gelungen ist, den Prototyp einer neuen elektronischen
Steuerungsmechanik zu stehlen, wird dem CIA angeboten, das kleine Gerät für
fünf Millionen Dollar zu kaufen.
Zusammen mit den westdeutschen Behörden, findet die CIA heraus, dass der Prototyp auf einem alten Friedhof in der DDR versteckt wurde.
Dorthin werden die beiden CIA-Agenten Errol Boysen und Don Frazer geschickt, um das kleine Gerät in ihren Besitz zu bringen.
Während
Frazer im Wagen wartet, begibt sich sein Kollege Boysen auf dem alten
Grenz-Friedhof zu einem Grab, wo er das Steuergerät vermutet, in dessen Nähe
sich eine verfallene Burg befindet.
Doch
statt dem Prototyp dort zu finden, wird er in dem Grab von drei Skeletten
angegriffen, die den CIA-Agenten durch ein magisches Tor in die Leichenstadt
entführen.
Frazer,
der seinem Kollegen Boysen zu Hilfe eilen will, kommt zu spät, kann aber
fliehen, nachdem er angegriffen wird.
Da
der Agent Mark Baxter nicht zur Verfügung steht, nimmt General Benson mit Hilfe
des CIA Kontakt zu Scotland Yard auf.
Daraufhin werden John Sinclair, Suko und Will Mallmann zusammen mit dem CIA-Agenten Don Frazer durch einen geheimen Grenztunnel in die DDR gebracht.
Überraschenderweise
taucht am Ende des Tunnels der vermisste Agent Boysen auf, der
merkwürdigerweise alles abstreitet, was auf dem Friedhof passiert ist…
- Erschienen am 19. Juli 1982
- Titelbild: Vicente Ballestar
- Ein Roman mit Will Mallmann
-
Nyrana,
der Herr der roten Hölle, gibt seine Debüt
Mit dem Sinclair-Roman "DAS GEISTERGRAB" führt HELMUT
RELLERGERD die Themenkreise "Leichenstadt" und "Große Alte"
fort.
Zudem geht der Autor in seinem Roman auf die Herkunft der
Dämonenpeitsche ein, die der Dämon Nyrana, der Herr der roten Hölle, Suko auf
dem Friedhof wegnimmt. Denn aus der Haut von Nyrana wurde vor langer Zeit die
Dämonenpeitsche geschaffen.
"Man hat mit der Peitsche geschlagen. Sie, und nur sie ist das Bindeglied. Die Peitsche ist aus der Haut eines Dämons entstanden. So sagt es die Legende. Nur ist es keine Legende, sondern eine Tatsache.
Das weiß ich genau, denn man hat die Peitsche aus meiner Haut hergestellt. Ich habe sie gegeben, und ich bin heute noch ein Gezeichneter.
Sie ist einen Weg gegangen, den ich nicht verfolgen konnte. Verschlungene Pfade, und schließlich hat sie Myxin, ebenfalls ein mächtiger Dämon, besessen.
Aber jemand nahm sie ihm ab. Ich weiß jetzt wer, und ich habe mir die Peitsche zurückgeholt. Was dem Herrn der roten Hölle einmal gehört hat, das läßt er nicht mehr los, auch wenn es über Tausende von Jahren verschwunden war."
Nach dem etwas langgezogenen Anfang, nimmt der Roman
"DAS GEISTERGRAB" im weiteren Verlauf der Handlung etwas an Fahrt
auf, obwohl richtige Spannung nie wirklich aufkommen will.
Das hängt vermutlich auch mit einigen Ungereimtheiten
zusammen, die während der Handlung des Romans deutlich zum Vorschein kommen.
Denn schon als der verschwundene Agent Errol Boysen
plötzlich wieder auftaucht und alles leugnet, was auf dem Friedhof passiert ist,
müssten bei John, Suko und Will doch alle Alarmglocken läuten.
Aber stattdessen gehen sie wie Lemminge mit Boysen auf
dem Friedhof, wo sie natürlich in eine Falle geraten. Das wirkt alles nicht
sehr realistisch und überzeugend. Denn schließlich sind John, Suko und Will Mallmann
keine Anfänger mehr, sondern kämpfen schon seit Jahren gegen die Mächte der
Finsternis...
© by Ingo Löchel
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