Translate

Mittwoch, 18. August 2021

James Bond: Operation Eisbrecher/Eisbrecher (Icebreaker) von John Gardner

Widerwillig wird der britische Agent James Bond für eine gefährliche Mission rekrutiert, an der Agenten aus  den  Vereinigten Staaten (CIA), der Sowjetunion (KGB) und Israels (Mossad) beteiligt sind.

Die Aufgaben der Agenten ist es, den Anführer der  mörderischen Nationalsozialistischen Aktionsarmee (NSAA), Graf Konrad von Glöda, aufzuspüren

Glöda, der diese geheime Neonazi-Organisation in Nordfinnland in ihrem geheimen Hauptquartier, dem "Eispalast", anführt, war früher als Arne Tudeer bekannt, ein ehemaliger Nazi-SS-Offizier, der sich jetzt als der neue Adolf Hitler sieht. 

Die Dinge werden noch komplizierter, als sich herausstellt, dass die israelische Agentin, Rivke, die Tochter von Glöda ist und ihre Loyalität dadurch zweifelhaft erscheint. Doch auch der russische Agent Nikolai Mosolov treibt ein doppeltes Spiel mit Bond, in der Hoffnung, ihn für ein KGB-Verhör gefangen zu nehmen...

Nach den Romanen "LICENSE RENEWED" und "FOR SPECIAL SERVICES" folgte 1983 mit "ICEBREAKER" der dritte Bond-Roman aus der Feder des britischen Autors JOHN GARDNER, der 1986 in Deutschland unter dem Titel "OPERATION EISBRECHER" als Taschenbuch im Heyne Verlag veröffentlicht wurde.

Im. März 2015 erschien "ICEBREAKER" unter dem Titel "EISBRECHER" in einer Neuübersetzung im Verlag Cross Cult. 

Das Spannende an "EISBRECHER" ist nicht unbedingt die Handlung des Buches, der im Grunde die klassischen und typischen Zutaten eines Bond-Romans bietet, sondern der Roman nimmt seine Spannung vorwiegend aus Bonds undurchsichtigen Kollegen, mit denen 007 diesmal zusammenarbeiten muss. 

Dieses  Agenten-Vierer-Team besteht neben 007 aus Brad Tirpitz vom CIA, Nikolai Mosolov vom KGB und Rivke Ingber vom Mossad. 

Schon allein diese  Zusammenstellung sorgt für Misstrauen innerhalb des Teams, zumal mit dem russischen Agenten ein ehemaliger Feind von Bond im Team mitmischt. 

Doch das eigentliche Problem mit dem  Bond während seiner Mission konfrontiert wird, ist, dass 007 keinen seiner drei Teamkollegen wirklich trauen kann. 

Denn nie ist eindeutig klar, weder für James Bond noch den Leser, auf welcher Seite Tirpitz, Mosolov oder Ingber überhaupt stehen. Denn die Agenten wechseln bisweilen ihre Identitäten wie andere ihre Schuhe. 

Dieses Verwirrspiel der wechselnden Seiten ist der eigentliche durchgehende Spannungsbogen des Romans, in dem der Leser genau wie James Bond darüber rätselt, wer denn nun von den  Teammitgliedern wirklich  vertrauenswürdig ist. 

Und als einer von Bonds Team-Mitgliedern anscheinend ermordet wird, traut danach keiner dem anderen mehr. 

Nach SPECTRE haben wir es im dritten BOND-Roman von JOHN GARDNER mit einer Nazi-Organisation mit Namen NSAA (Nationalistische Aktionsarmee), zu tun, die von dem Finnen Aarne Tudeer geführt wird. 

Diese tritt aber erst im letzten Drittes des Buches in Erscheinung, wird aber ziemlich klischeehaft dargestellt, was eines der Mankos von "EISBRECHER" ist. 

Eisbrecher
(Originaltitel: Icebreaker)
von John Gardner
Ebook
Crosscult

© by Ingo Löchel


Keine Kommentare: